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Valencia - Acry auf Leinwand

Angebot€1.500,00

VALENCIA

We experience the world through the attention we bring to it.

Dieses Bild heißt Valencia. Und auf den ersten Blick ist es keine Liebesgeschichte.

Anfang Februar 2026 kam ich in eine Stadt, in der ich noch nie zuvor gewesen war. Eigentlich liebe ich genau das. Ein neuer Ort, eine neue Energie, eine neue Art, die Welt zu sehen. Aber dieses Mal war es anders. Ich dachte die ganze Zeit: Warum spricht diese Stadt nicht zu mir? Sie war schön, aber ich konnte keine Verbindung zu ihr aufbauen. Ich lief durch die Straßen und fühlte mich irgendwie ungesehen. Der Barista schaute mich nicht einmal an. Kennst du diese kleinen Momente der Verbindung, die entstehen können, ohne dass man überhaupt ein Wort sagt? Genau die haben gefehlt. Ich fühlte mich fast unsichtbar und war überrascht, wie sehr mich das frustrierte.

Dann habe ich mich gefragt: Warum stört mich das eigentlich so sehr? Warum habe ich so ein Bedürfnis, gesehen zu werden? Mir wurde klar, dass meine ganze Aufmerksamkeit im Außen war. Ich habe darauf gewartet, dass die Stadt mir etwas gibt. Dass Menschen mich wahrnehmen. Dass jemand anderes die Erfahrung erschafft, die ich mir wünsche. Aber sehe ich mich eigentlich selbst? Gebe ich mir selbst die Aufmerksamkeit, die ich von anderen erwarte?

Am nächsten Morgen habe ich beschlossen, nichts mehr zu erwarten. Anstatt darauf zu warten, gesehen zu werden, wollte ich selbst diejenige sein, die sieht. Ich habe den Barista zuerst angesehen. Ich habe zuerst gelächelt. Ich habe ihm eine andere Aufmerksamkeit geschenkt. Und plötzlich war alles anders. Das Gespräch war wärmer. Die Stadt fühlte sich wärmer an. Ich habe gemerkt, dass sich eigentlich nichts verändert hatte. Außer mir.

Von diesem Moment an habe ich die kleinen gelben Blumen gesehen, die zwischen dem Beton gewachsen sind. Die unzähligen Gelbtöne. Das Licht. Die alten Gebäude. All die kleinen Details, die die ganze Zeit da gewesen waren. Gelb wurde wie ein roter Faden, der mich durch die gesamte Reise begleitet hat.

Seitdem frage ich mich, wie viele Erfahrungen wir verpassen, weil wir darauf warten, dass das Leben den ersten Schritt macht. Was wäre, wenn wir zuerst Hallo sagen? Zuerst lächeln. Zuerst ein Kompliment machen. Zuerst die Schönheit sehen, auch wenn sie sich nicht sofort zeigt.

An Valencia hat sich nichts verändert. Nur die Art, wie ich hingesehen habe.

Dieses Bild erinnert soll daran erinnern, dass Gesehenwerden bei uns selbst beginnt. Denn wenn ich mich selbst nicht sehe, wie kann ich dann erwarten, dass es andere tun? Welche andere Erfahrungen können wir machen, wenn wenn sich unsere Aufmerksamkeit verändert.

  • Künstlerin: Emilia Schattanik
  • Maße: 80 x 99 cm / 84 x 103 cm mit Rahmen
  • Material: Acryl auf Leinwand, Rahmen aus Massivholz mit braunem Holzöl behandelt